09. – 23. November 2003


Die Insel


Einen Urlaub mit einem Workshop zu verbinden ist immer eine tolle Sache. Besonders wenn der Workshop an einem so wunderschönen Ort wie den Bahamas stattfindet. Auch die Anreise ist bequem zu machen. Miami oder Fort Lauderdale werden täglich angeflogen und nach einer Uebernachtung geht es weiter von Fort Lauderdale mit einem ca. 12 Personen fassenden Propellerflugzeug. Der Flug dauert ca. 45 Minuten und spätestens hier beginnt das richtige Urlaubsfeeling.
Walker's Cay ist die nördlichste Insel der Abacos. Die Insel ist klein, in ca. 20 Minuten begehbar. Sie besteht hauptsächlich aus der Hotelanlage, der Marina und 2 Lebensmittel- und Getränkeläden. Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich Mittags zu verpflegen da im Hotel nur das Frühstück und das Abendessen eingenommen werden.
Die Hotelanlage ist sehr hübsch eingerichtet mit Swimmingpool und Bar. Dort werden am Abend auch die Eindrücke und Erfahrungen des Tages ausgetauscht. Die Zimmer sind gross und mit einem kleinen Balkon ausgestattet. Zum Baden ist die Insel nicht geeignet, es gibt keine Badestrände.

Tauchen

Getaucht wird täglich, am Morgen finden 2 Tauchgänge statt wobei mindestens der zweite bei den Haien ist. Wenn keine anderen Gäste da waren, konnten wir beide Tauchgänge bei den Haien machen. Am Nachmittag stehen fakultative Tauchgänge oder Beobachten der Bullenhaie am Sharkbeach auf dem Programm. Ebenfalls werden Schnorcheltauchgänge in den Mangroven durchgeführt, wo die Jungfische und Babyhaie beobachtet werden können.


Haifütterung

Der Höhepunkt ist natürlich das "Shark-Rodeo" am Spiral Cavern. Dieser Platz ist umgeben von einem Riff und der Sandgrund in der Mitte ist 10-12m tief. Dort werden die Haie mit dem "Chumsicle" gefüttert. Der "Chumsicle" ist ein tiefgefrorener Block aus Fischabfällen, Wasser und einem Eisengestell in der Mitte der auf ca. 6m runtergehängt wird. Die Haie fressen so gemäss ihrer natürlichen Hierarchie und bestimmen selber wer den nächsten Bissen kriegt. Wir Taucher dürfen uns nachdem das Fressen begonnen hat frei bewegen, aber nicht näher als 6m an den "Chumsicle" ran. Sonst könnten die Haie uns schon mal als "Rivalen" betrachten, was dann eher unangenehm sein könnte. Es ist erstaunlich und absolut faszinierend wie gesittet das Fressverhalten der Haie vor sich geht. Es findet absolut kein Fressrausch statt. Die Dauer dieser Fütterung ist sehr unterschiedlich. Sie ist abhängig davon wie grosse Stücke sich die Haie herausreissen können und auch von der Grösse und der Konsistenz des "Chumsicles".


Somit können ca. 60 Haie bei ihrem Fressverhalten studiert werden. Für Fotografen und Videofilmer gibt es viele gute Motive. Die häufigsten Haiarten die bei dieser Chumsicle-Fütterung anzutreffen sind, sind hauptsächlich Karibische Riffhaie und Schwarzspitzenhaie. Da die Haie beim Fressen Zähne verlieren, die ihnen ja glücklicherweise wieder nachwachsen, sind die meisten Taucher nach der Fütterung damit beschäftigt am Sandgrund nach ausgefallenen Zähnen zu suchen.


Hai-Workshop


Am späten Nachmittag hält Erich Ritter spannende und packende Vorträge mit Filmausschnitten und Fotos. Seine lebhafte Art sein Wissen und seine Erfahrungen weiterzugeben und die Liebe zu den Haien zu vermitteln, machen seine Vorträge zu einem unvergesslichen Erlebnis. Uns hat Erich durch diesen Workshop die Welt der Haie jedenfalls sehr viel näher gebracht und dafür sind wir ihm sehr dankbar.


Weitere und detaillierte Informationen gibt es unter www.sharkprojekt.com bei Sharkschool nachzulesen.


Fotos und Text dieser Webseite sind Copyright by Martin Hablützel


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