17. – 28. Mai 2004


Die Insel


Rangiroa ist das grösste Atoll Polynesiens und gehört ebenfalls zur Inselgruppe der Tuamotus. Rangiroa ist schon wesentlich touristischer als Fakarava. Das Zentrum des Tourismus befindet sich auf der Flugplatzinsel, zwischen dem Tiputa und dem Avatoru-Pass. Mit dem Fahrrad ist sie in ca.30-40Min. der Länge nach durchfahren. Einen Sandstrand gibt es auf der Hauptinsel nur im Süden, in der Nähe des Tiputa-Passes auf der Innenriffseite.

"Hotel" Raira Lagon


Es gibt viele Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen; wir waren im "Hotel" Raira Lagon welche eine der besten Pensionen ist. Die Bungalows haben einen gedeckten Aussensitzplatz mit Meerblick. Im Inneren gibt es eigentlich genügend Platz doch die Möblierung ist etwas spartanisch ausgelegt, dafür gibt es eine Dusche mit Warmwasser. Das Abendessen besteht zur Hauptsache aus diversen Fischgerichten. Die Pension liegt in der Mitte der Insel, was allerdings kein Problem ist, da man von den Tauchbasen überall abgeholt wird. Am Tiputa-Pass gibt es Pensionen welche direkt an der Passage liegen und von dort aus die Tauchbasen zu Fuss erreichbar sind.

Das Tauchen


Auf Rangiroa hat es sechs Tauchbasen. Wir tauchten mit "The six passengers" und waren mit ihrem Service sehr zufrieden. Sie teilen die Tauchgruppen nach Brevetstufen ein, so können die erfahrenen Taucher auch tiefere Tauchgänge am Kanaleingang machen. Die Tauchguides sind sehr motiviert und die Ausfahrten mit dem Schlauchboot werden so ruhig wie möglich geführt. Der Captain fährt vorsichtig durch die Wellen, so dass die Gäste möglichst wenig durchgeschüttelt werden.


Das Tauchen in Rangiroa ist absolute Weltklasse was Grossfische und Sichtweiten betrifft. Auch hier gibt es hauptsächlich zwei Tauchplätze: der Tiputa-Pass bei einlaufender Strömung im Kanal oder am Aussenriff. Dort wird häufig im Freiwasser getaucht und wir sahen regelmässig Mantas, Adlerrochen, Barrakudaschwärme, Delphine, auch Marline werden manchmal gesichtet. Haie hat es überall. Der Avatoru-Pass ist bekannt für Silberspitzenhaie. Bei den Strömungstauchgängen am Tiputa-Pass sind wir mit ca. 200 Grauen Riffhaien getaucht. Zur Zeit der Paarung (2 Wochen vor bis 2 Wochen nach dem Vollmond im Juni) halten sie sich in den Canyons drin auf. Dies ist ein absolut geniales Erlebnis aber es herrschen dann auch sehr starke Strömungen. Mit Glück werden in dieser Zeit einzelne Hammerhaie oder Tigerhaie gesichtet. Die beste Zeit für Hammerhaie ist jedoch von Dezember bis März und für Mantas ist Saison im Juli. Ein besonderes Erlebnis war auch die Fütterung der Schildkröten. Die Schildkröten sind sehr zutraulich und die Tauchguides füttern sie manchmal mit kleinen Schwämmen. Rangiroa ist einer der besten Tauchplätze, die wir bisher kennengelernt haben. Für Nichttaucher ist die Insel jedoch nicht besonders geeignet, denn Ausflüge und Aktivitäten sind nur beschränkt möglich.


Fotos und Text dieser Webseite sind Copyright by Martin Hablützel


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