06. Dezember 2003 – 04. Januar 2004


Die Insel


Die einfachste Anreise von Europa erfolgt über Singapur nach Cebu. Von Cebu geht es weiter mit einem Privattransfer zum Malapascua Exotic Island Dive Resort, das heisst ca. drei Stunden Autofahrt und 30 Minuten Bootsfahrt. Bei der Ankunft wurden wir herzlich mit einem Welcome-Drink empfangen. Das Malapascua Exotic Island Dive Resort wird vom Holländer Dik de Boer und seiner philippinischen Frau Cora geleitet. Die Bungalows sind klein und einfach eingerichtet, aber sehr sauber und gepflegt. Das Essen schmeckt gut, ist abwechslungsreich und die Preise sind sehr tief. Ein Hauptgang kostet ca. CHF 2.50 und ein lokales Bier ca. CHF 1.--. Zum Frühstück gibt es jeden Morgen frische exotische Früchte. Warmes Essen ist den ganzen Tag über erhältlich und von 17.00 - 19.00 Uhr ist Happy-Hour, das heisst zwei Drinks für Einen. Die Angestellten sind sehr freundlich und liebevoll.

Auf Malapascua gibt es sieben Dörfer und die Insel hat ziemlich viele Einwohner. Um die Insel zu erkundschaften, kann ein Motorradtaxifahrer gemietet werden. Es ist auch möglich, sich die Insel zu Fuss anzuschauen, der Spaziergang zum Leuchtturm (am anderen Ende der Insel) und zurück dauert ca. zwei Stunden. Die vielen Kinder unterwegs haben einen Riesenspass daran den Touristen den Weg zum Leuchtturm hinauf zu zeigen, denn dieser ist ziemlich schwierig zu finden. Die Behausungen der Einwohner sind z.T. sehr ärmlich und leider liegt überall Abfall herum. Das Malapascua Exotic Island Dive Resort befindet sich etwas abgelegen vom Hauptstrand (Bounty Beach) dafür ist es auch angenehm ruhig dort. Laut wird es einzig wenn im Dorf Feste gefeiert werden, zum Beispiel an Weihnachten und Neujahr. Auf der Insel gibt es nur spärliche Einkaufsmöglichkeiten und Geld wechseln ist ausschliesslich mit Bargeld möglich. In den Resorts kann jedoch mit Traveller Cheques und Kreditkarten bezahlt werden.


Das Tauchen


Das Resort hat seine eigene Tauchbasis (Mit Nitrox) gleich neben der Bar. Der Service ist super, die Geräte und die Kisten mit der eigenen Ausrüstung werden von den Jungs zum Boot und wieder zurück getragen. Die Tauchboote sind typische philippinische Auslegerboote. Das Resort besitzt drei Boote und getaucht wird in kleinen Gruppen mit Dive-Guide. Die Guides kennen sich sehr gut aus und finden immer einige seltene Kleinlebewesen. Für Makroliebhaber und Fotografen ist hier ein wahres Unterwasserparadies. Die Artenvielfalt in dieser Gegend ist enorm: Geisterpfeifenfische, Leierfische, Sepias, Pygmäenseepferdchen, "normale" Seepferdchen, diverse Nacktschnecken, Krabben, Garnelen, Kalmare, Schnepfenmesserfische, Mandarinfische, mit Glück sieht man sogar auch einen "Flamboyant cuttlefish", etc. Leider wurde durch die Dynamitfischerei viel zerstört, es gibt jedoch geschützte Tauchplätze wo der Korallenbewuchs noch wunderschön ist. Manchmal hört man immer noch vereinzelte Explosionen von Dynamitfischern. Das Malapascua Exotic Island Dive Resort hat ein abgegrenztes Hausriff geschaffen welches geschützt ist und zum Tummelplatz vieler Fische wurde. Sehr zu empfehlen sind auch die Ausfahrten nach Gato Island, das schon seit längerer Zeit unter Naturschutz steht. Dort wimmelt es nur so von Kleintieren im Makrobereich und unter den Felsen schlafen Weissspitzenriffhaie.


Fuchshaie


Die Hauptattraktion oder Spezialität von Malapascua sind jedoch die Fuchshaie in Monad Shoal (Monad Shoal bedeutet versunkene Insel). Das Riffdach liegt auf 20-25m und rundherum geht es in die Tiefe bis ca. 200m. Leider ist das Riffdach durch Dynamitfischerei total zerstört worden. Getaucht wird dort frühmorgens um 06.00 Uhr, denn die Haie sind nur in der Morgendämmerung da um sich von den Rifffischen putzen zu lassen. Sobald die Sonne kommt, verschwinden sie wieder in die Tiefe da es ihnen zu hell wird. Über das Verhalten und die Aufenthaltsorte der Fuchshaie ist nur sehr wenig bekannt, jedenfalls sind es sehr scheue Tiere. Wenn Taucher ihnen zu nahe kommen oder sie sonst irgendwie gestört werden, verschwinden sie sofort in der Tiefe. Darum ist es nicht einfach gute Fotos von ihnen zu machen! Durch ruhiges Tauchen ohne Rumgezappel ist es dann schon mal möglich, dass ein Fuchshai bis auf wenige Meter an die Taucher herankommt, welches ein unvergessliches Erlebnis ist! Seine eleganten Bewegungen mit dem langen Schwanz, die grossen dunklen Augen und die metallisch schimmernde Haut ist einzigartig.


Weitere Informationen über Malapascua gibt es auf dieser Webseite: Gotomalapascua.com


Fotos und Text dieser Webseite sind Copyright by Martin Hablützel


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