06. – 17. Mai 2004


Die Insel


Die Tuoamotus sind mit ihren 76 Atollen das grösste polynesische Archipel und dort sind auch die besten Tauchplätze in ganz Französisch Polynesien anzutreffen. Sichtweiten bis zu 60 Metern und Grossfische sind hier alltäglich und machen diese Tauchplätze zu einem der lohnenswertesten Reiseziele weltweit. Fakarava gehört zum Tuamotu-Archipel und ist eine sehr ursprüngliche polynesische Insel. Obwohl der Tourismus auf Fakarava noch in den Kinderschuhen steckt, wird die Insel mehrmals wöchentlich von Papeete mit Air Tahiti angeflogen. Fakarava ist mit 60 km Länge und 25 km Breite das zweitgrösste Atoll der Tuamotus. Es gibt nur zwei kleine Orte auf der Insel: Rotoava in der Nähe des Flughafens und Tetamanu im unberührten Süden der Insel. Tetamanu ist nur mit dem Boot zu erreichen ansonsten führt eine betonierte Strasse vom Flughafen Richtung Süden zu den Pensionen.


Pension Havaiki

Die Pension Havaiki befindet sich an der schönen Lagunenseite in der Nähe von Rotoava und wird von Joachim und Clothilde geführt. Die sechs Bungalows liegen direkt am kleinen Sandstrand. Die Bungalows sind einfach aber gemütlich eingerichtet mit Dusche (Kaltwasser) und WC. Die Fenster sind mit Holzklappen verschliessbar.
Das Essen ist sehr schmackhaft und landestypisch gekocht. Wenn frischer Fisch gefangen wird, gibt es auch Sashimi oder Fisch in Kokosmilch, was einfach herrlich schmeckt. Vorsicht: Nach einem Besuch der Pension Havaiki besteht die akute Gefahr einige Kilos mehr auf die Waage zu bringen !
Fahrräder und Kayaks werden gratis zur Verfügung gestellt. Joachim führt ebenfalls eine Perlenfarm und verkauft seine Perlen zum Teil direkt vor Ort. Die Lagune ist durch ihre ruhige Lage sehr gut geeignet zum Schnorcheln was vor allem für Nichttaucher von Vorteil ist. Da die Tauchausfahrten ziemlich ruppig sind, können Schnorchler normalerweise mit dem Tauchboot nicht mitgenommen werden.


Die Tauchbasen

Zur Zeit gibt es zwei Tauchbasen, die alteingesessene Te Ava Nui und seit ca. 8 Monaten Fakarava Diving welche dem Hotel Le Maitai Dream angeschlossen ist.
Fakarava Diving ist eine blitzsaubere kleine Tauchbasis welche von Serge und Carine Howald geführt wird und maximal 5-6 Gäste auf dem Boot mitnimmt. Das Schlauchboot von Serge ist sehr leise und stabil, es gibt auch genügend Platz für's Equipment und Fotoausrüstung. Serge und Carine holen die Taucher von der Pension Havaiki gleich beim eigenen Steg ab und kümmern sich auch um die Ausrüstung nach dem Tauchen (Spülen, trocknen und lagern). Wir waren jedenfalls von Fakarava Diving voll begeistert!
Die Te Ava Nui-Tauchbasis wird von Jean-Christophe Lapeyre geleitet und war die erste Tauchbasis auf Fakarava. Weil diese Basis keinem Hotel angeschlossen ist, werden die Taucher mit einem Pick-Up abgeholt. Jean-Christophe's Schlauchboot ist wesentlich unbequemer und unruhiger in den Wellen. Es gibt auch fast keinen Platz für Kameras, was vor allem bei vollem Boot problematisch ist. Normalerweise sind ca. 10-12 Taucher auf dem Boot, aber es können durchaus auch mal bis zu 20 Taucher werden!


Die Tauchplätze

Es gibt zwei Möglichkeiten zum Tauchen: die Garuae-Passage im Norden welche täglich angefahren wird und die Tumakohua-Passage im Süden welche nur bei gutem Wetter und als Tagesausflug angeboten wird.
In der Garuae-Passage wird bei einlaufender Strömung im Kanal getaucht und sonst auf der linken oder rechten Seite des Kanals. Wir tauchten immer beim Garuae-Kanal, weil zuviel Wind eine Tagesfahrt in den Süden nicht zuliess. Der Strömungstauchgang in der Mitte des Kanals ist der anspruchvollste Tauchgang, bei dem man aber dafür viele Haie und Schwarmfische sieht. Das Riff besteht ausschliesslich aus Hartkorallen und weist keine spezielle Topografie auf. Abgesehen von einigen wenigen kaputten Korallen ist das Riff schön bewachsen und intakt.


Während unseren Tauchgängen sahen wir nebst den vielen Riffhaien auch Napoleons, kleine Barrakudaschulen, grosse Barrakudas sowie einige Thunfische. Wiederholt begegneten wir auch einer Gruppe von Delphinen, die sich jedoch nie auf Fotodistanz näherten. Von den vielversprochenen Grossfischen wie Hammerhaie, Tigerhaie, Mantas und Schildkröten sahen wir leider nichts. Tigerhaie werden angeblich nur zwei mal im Jahr gesehen! Das Tauchen ist trotzdem sehr schön dank der Supersichtweite und den vielen Haien. Die Erwartungen dürfen nicht zu hoch angesetzt werden, da die Beschreibungen in gewissen Büchern und Reiseprospekten zu übertrieben sind. Fakarava ist durch seine Ursprünglichkeit jedoch ein sehr empfehlenswertes Reiseziel.



Fotos und Text dieser Webseite sind Copyright by Martin Hablützel


Zur Übersicht