20. Januar - 4. Februar 2001


Die Insel


Angaga wird mit dem Wasserflugzeug angeflogen. Wenn das Wetter mitspielt, ist der ca. 30 minütige Flug ein voller Genuss, denn die Aussicht auf das Ari-Atoll ist überwältigend. Bei der Ankunft werden die neuen Gäste an der Reception mit einem Welcome-Drink empfangen. Die Insel ist klein, es gibt nur ca. 50 Bungalows. Das Resort ist ruhig, es gibt keine Discos und keinen Swimmingpool, die Insel ist geeignet für Ruhesuchende.
Zum Angewöhnen empfiehlt sich der erste Tauchgang am Hausriff. Denn nach der langen Reise ist erstmals schön ausschlafen angesagt.

Das Hausriff


Das Hausriff hat drei Einstiege (bei der Tauchbasis, beim Restaurant und beim Steg), welche nur ca. 30m vom Riff entfernt sind. Leider hat es unter der Korallenbleiche sehr gelitten, jedoch ist die Neuansiedlung der Korallen überall sichtbar. Dafür hat es jetzt sehr viele planktonfressende Fische, welche wiederum die Jäger anlocken. Beim Einstieg an der Ostseite (Steg), hat es Schwärme von Grossaugensoldatenfischen und Meerbarben. Regelmässig werden Weissspitzenriffhaie, Adlerrochen, Octopusse, Langusten (Langustenblock) und fette Steinfische gesehen. Nachttauchgänge am Hausriff sind ebenfalls sehr spannend. Wir sahen schon Kalmare, Bärenkrebse, Adlerrochen, grosse Stachelrochen und eine Schildkröte, die eine Languste schnappen wollte.


Die Tauchplätze


Ein Höhepunkt von Angaga ist das Angaga-Tila, welches nur gerade 10 Dhoni-Minuten von der Insel entfernt ist. Dieses Tila wird von der Tauchbasis wöchentlich mehrmals angefahren, weil es nahe ist und es immer viel zu sehen gibt. Es ist ein beinahe rundes Tila mit Überhängen, Spalten und Gorgonienbewuchs. Auf dem Riffdach sind regelmässig Schildkröten anzutreffen. Um das Tila herum hat es Thunfische und öfters sieht man graue Riffhaie und Weissspitzenriffhaie (früher war das Angaga-Tila als Hai-Platz bekannt, leider sind die Haie wie an vielen anderen Orten nicht mehr so häufig anzutreffen).

Die bekannten Riffe im Süd-Ari-Atoll wie das Kuda Rah Tila, Broken Rock, Madivaru-Faru und Bula Lohi Caves werden in ca. 1 Std. von Angaga aus angefahren.

Das Kuda Rah Tila besteht aus 3 kleinen Blöcken und 1 grossen Block . Es gibt dort einen Torbogen welcher ein sehr schönes Fotomotiv abgibt. Ebenfalls hat es viele Gorgonien, einen sehr grossen Schwarm Blaustriemenschnapper, grosse Dickkopfmakrelen, Weichkorallen und Soldatenfischschwärme.

Broken Rock ist ein grosser Fels mit einem Canyon und einzelnen Blöcken mit schönen Unterspülungen. Der Canyon ist schön mit Gorgonien bewachsen und der Fischreichtum ist sehr gross.

Madivaru-Faru; ein Faru ist ein Riff, das kurz unter die Wasseroberfläche reicht; im Gegensatz zum Tila, welches tief unter der Wasseroberfläche ist (meistens rund). Das Giri ist ein Riff welches über die Wasseroberfläche herausrausragt. Madivaru-Faru ist von Januar bis März eine Mantaputzerstation. Heute hatten wir Glück, die Taucher verhielten sich ruhig und die Mantas waren da, ca. 10 Stück. Sie schwebten über dem Riffdach und liessen sich putzen. Manchmal kamen sie so nah, dass man sie hätte anfassen können, aber wir wollten sie ja nicht verscheuchen. Es war ein wunderbarer Anblick. Ein anderes mal hatte die Strömung gewechselt und es waren keine Mantas da, dafür wurden wir mit einem Walhai belohnt!


Bula Lohi Caves ist ein grosses Tila mit vielen Überhängen und Unterspülungen, welches sehr schön mit Fächergorgonien und Peitschenkorallen bewachsen ist. An Fischen mangelt es ebenfalls nicht: Soldatenfische, Langusten, Süsslippen, Napoleon. Vielfach liegen auch Stachelrochen in den Unterspülungen.


Es gibt noch viele weitere gute Tauchplätze, welche sich zu betauchen lohnen. Je nach Strömung sieht man häufig Weissspitzenriffhaie, manchmal auch graue Riffhaie. Wir sahen auch einige "Spezialitäten" wie Frogfische und Schaukelfische.

Die Tauchbasis


Die kleine Sub Aqua Tauchbasis unter der Leitung von Jochen Gomers ist sehr sauber und professionell geführt. Jochen und seine Tauchleher sind immer sehr freundlich und hilfsbereit. Die gute Tauchbasis zusammen mit den schönen Tauchplätzen verführt viele Taucher zum Wiederholungstäter zu werden. Wir sind es jedenfalls schon!



Fotos und Text dieser Webseite sind Copyright by Martin Hablützel


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